BauSpar Kompass Logo BauSpar Kompass Kontaktieren Sie uns

Ansparphase richtig planen — Die ersten Jahre

Die Ansparphase ist das Fundament Ihres Bausparvertrags. Wir zeigen, wie Sie kontinuierlich sparen, welche Beträge sinnvoll sind und worauf Sie achten sollten.

7 Min Lesezeit Anfänger März 2026
Schreibtisch mit Taschenrechner, Finanzunterlagen und Kaffeetasse für Finanzplanung und Budgetierung

Was ist die Ansparphase überhaupt?

Die Ansparphase ist der erste Teil Ihres Bausparvertrags. Hier zahlen Sie regelmäßig Geld ein und sparen kontinuierlich für später. Klingt simpel, aber es gibt einige wichtige Details, die Sie kennen sollten.

Während dieser Phase baut sich Ihr Guthaben auf. Sie erhalten Zinsen auf das eingezahlte Geld — nicht besonders viel, aber immerhin. Das Wichtigste: Sie arbeiten kontinuierlich auf Ihr Ziel hin. Manche sparen zwei Jahre, andere fünf oder sechs. Es hängt davon ab, wie viel Sie einzahlen und welche Bausparsumme Sie vereinbart haben.

Nahaufnahme von Sparbuch und Kugelschreiber auf Schreibtisch, finanzielle Planung und Ersparnisse dokumentiert

Wie lange dauert die Ansparphase?

Das kommt ganz auf Sie an. Sie müssen eine Mindestsparquote erreichen — normalerweise zwischen 40 und 50 Prozent der Bausparsumme. Wenn Sie beispielsweise einen Bausparvertrag über 150.000 Euro abschließen, müssen Sie mindestens 60.000 bis 75.000 Euro ansparen.

Zahlen Sie 500 Euro monatlich ein, brauchen Sie etwa zehn bis 13 Jahre. Erhöhen Sie auf 750 Euro, sinkt die Dauer auf etwa sieben bis neun Jahre. Es’s nicht so einfach, schneller zu sparen — aber es lohnt sich. Je zügiger Sie die Phase hinter sich bringen, desto früher können Sie in die Darlehensphase einsteigen und ein Haus oder eine Wohnung finanzieren.

Kalenderblatt mit Monatsangaben und Markierungen für regelmäßige Sparbeiträge und Ansparphase-Meilensteine

Die richtige Sparetstrategie finden

Es gibt kein Patentrezept, aber bewährte Ansätze

Regelmäßig einzahlen

Richten Sie einen Dauerauftrag ein. Jeden Monat der gleiche Betrag — das nimmt Sie aus der Verantwortung und macht die Planung einfacher. Ob 400 Euro oder 800 Euro spielt keine Rolle. Wichtig ist die Kontinuität.

Bonusgelder nutzen

Wohnungsbauprämie, Arbeitnehmersparzulage — viele Arbeitnehmer vergessen diese staatlichen Förderungen. Die Prämie bringt bis zu 1.200 Euro pro Jahr für Einzelne. Das beschleunigt die Ansparphase erheblich.

Bausparsumme richtig wählen

Eine zu hohe Summe bedeutet längere Ansparphase. Eine zu niedrige bringt Ihnen später nicht das nötige Darlehen. Rechnen Sie ehrlich: Was brauchen Sie wirklich? Was können Sie tatsächlich sparen?

Details, die Sie nicht übersehen sollten

Die Ansparphase läuft nicht einfach automatisch ab. Sie müssen selbst aktiv bleiben und einige Punkte im Blick behalten.

Erstens: Überprüfen Sie die Zinssätze. Manche Bausparkassen bieten während der Ansparphase unterschiedliche Zinsen an — abhängig von Bausparsumme und Sparquote. Ein Vergleich lohnt sich. Zweitens: Achten Sie auf Gebühren. Nicht alle Bausparkassen verlangen Gebühren, aber einige tun es. Das mindert Ihre Ersparnisse. Drittens: Prüfen Sie, ob Sonderzahlungen möglich sind. Bekommen Sie plötzlich Geld, können Sie oft mehr einzahlen und so die Phase verkürzen — ohne Strafzinsen oder zusätzliche Gebühren.

Grafik auf Computerbildschirm mit Balkendiagrammen und Sparzahlen, Bausparkasse Online-Portal zur Ansparfortschritt-Kontrolle

So beschleunigen Sie Ihre Ansparphase

01

Erhöhen Sie Ihre Sparbeiträge schrittweise

Beginnen Sie mit einem machbaren Betrag. Nach einem Jahr, wenn Sie sich an die Ersparnisse gewöhnt haben, erhöhen Sie um 50 oder 100 Euro monatlich. Das summiert sich schnell.

02

Nutzen Sie Bonusgelder konsequent

Wohnungsbauprämie und Arbeitnehmersparzulage sind nicht optional — sie gehören dazu. Ein verheiratetes Ehepaar kann zusammen bis zu 2.400 Euro pro Jahr bekommen. Das ist echtes Geld, das Sie nicht ignorieren sollten.

03

Zahlen Sie Bonuszahlungen direkt ein

Weihnachtsgeld, Steuererstatung, Vermögenszuwachs — alles kann in den Bausparvertrag fließen. Diese Sonderzahlungen verkürzen die Ansparphase oft um ein oder zwei Jahre.

Bausparkassen vergleichen zahlt sich aus

Nicht alle Bausparkassen sind gleich. Die Zinssätze unterscheiden sich, die Gebührenmodelle auch. Manche Kassen bieten bessere Konditionen für hohe Sparbeträge, andere haben attraktive Angebote für kleinere Verträge.

Ein Vergleich kann Ihnen Hunderte Euro über die Jahre sparen. Nehmen Sie sich Zeit und schauen Sie sich mindestens drei bis vier Angebote an. Achten Sie nicht nur auf den Zins, sondern auch auf die Gesamtkosten — inklusive aller Gebühren und versteckten Kosten.

Mehrere Dokumente nebeneinander auf Tisch, Vergleich von Bausparverträgen und Angeboten verschiedener Bausparkassen

Das Wichtigste in der Ansparphase

Die Ansparphase braucht Geduld und Kontinuität. Es geht nicht darum, schnell reich zu werden, sondern um strukturiertes, regelmäßiges Sparen. Richten Sie einen Dauerauftrag ein und vergessen Sie es danach. Nutzen Sie alle verfügbaren Bonusgelder — das ist echtes staatliches Geld, das Ihnen zusteht. Und wechseln Sie nicht ständig die Bausparkasse. Stabilität ist wichtiger als die Hoffnung auf marginale Zinsunterschiede.

Wenn Sie diese Grundprinzipien beachten, werden Sie die Ansparphase erfolgreich abschließen und in die nächste Phase übergehen können. Dann öffnet sich die Tür zur Darlehensfinanzierung — und Sie sind dem Traum vom Eigenheim ein großes Stück näher gekommen.

Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel bietet allgemeine Informationen zur Ansparphase in Bausparverträgen. Er ersetzt keine individuelle finanzielle Beratung. Jede Person hat unterschiedliche finanzielle Umstände. Konsultieren Sie einen unabhängigen Finanzberater oder Ihre Bausparkasse, um die beste Strategie für Ihre spezifische Situation zu finden. Die Konditionen, Zinssätze und Fördermöglichkeiten können sich ändern — aktualisieren Sie Ihre Informationen regelmäßig.