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Bausparvertrag verstehen — von der Ansparphase bis zum Darlehen

Alles zur Wohnungsbauprämie, Arbeitnehmersparzulage und den Phasen eines Bausparvertrags. Wir erklären, wie Sie systematisch sparen und Staatsgeld nicht vergessen.

3 Phasen erklärt
1.200 Prämie möglich
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Was ist ein Bausparvertrag?

Ein Bausparvertrag ist ein Sparvertrag mit integriertem Darlehen. Du sparest über Jahre Geld an — die sogenannte Ansparphase — und bekommst dann ein günstiges Darlehen für dein Eigenheim. Das Beste: Der Staat unterstützt dich mit der Wohnungsbauprämie und dem Arbeitnehmersparzuschuss. Viele Menschen wissen gar nicht, dass diese Förderung automatisch nicht kommt. Du musst sie beantragen. Deshalb ist es wichtig, die einzelnen Phasen zu kennen.

Es gibt drei zentrale Phasen: die Ansparphase, in der du kontinuierlich sparest; die Zuteilung, wenn dein Vertrag reif ist; und schließlich die Darlehensphase, in der du das Geld für deinen Hausbau oder Hauskauf nutzt. Jede Phase hat eigene Regeln und Chancen für staatliche Unterstützung.

Person schaut auf Grundrisse und Baupläne, Hausplanung mit Dokumenten auf Schreibtisch

Das solltest du über Bausparverträge wissen

Sechs wichtige Aspekte, die deinen Weg zum Eigenheim beeinflussen.

Ansparphase

Du zahlst regelmäßig in deinen Bausparvertrag ein. Diese Phase dauert üblicherweise 7–10 Jahre. Während dieser Zeit sammelst du das Kapital, das du später für Haus oder Wohnung brauchst.

Wohnungsbauprämie

Der Staat gibt dir bis zu 1.200 Euro pro Jahr (Alleinstehende). Das ist echtes Geld, das du nicht zurückzahlen musst. Allerdings musst du es aktiv beantragen — es kommt nicht automatisch.

Arbeitnehmersparzulage

Wenn du angestellt bist, kann dein Arbeitgeber zusätzliche Ersparnisse fördern. Die Quote liegt bei 20 Prozent auf maximal 40 Euro pro Monat. Das sind immerhin bis zu 96 Euro Zuschuss pro Jahr.

Zinssicherheit

Dein Darlehenszins ist nach Zuteilung garantiert — egal, ob die Marktzinsen später steigen. Das gibt dir Planungssicherheit für dein Baudarlehen über viele Jahre hinweg.

Rendite

Bausparverträge bringen nicht die höchsten Zinsen — das ist klar. Aber kombiniert mit staatlichen Zuschüssen und einem günstigen Darlehen rechnet sich die Sache trotzdem.

Bausparkasse

Es gibt verschiedene Bausparkassen — manche sind öffentlich-rechtlich, andere privat. Sie unterscheiden sich in Konditionen, Service und Flexibilität. Ein Vergleich lohnt sich.

Die vier Schritte zum Bausparvertrag

So funktioniert ein Bausparvertrag in der Praxis — von Anfang bis Ende.

01

Abschluss des Vertrags

Du wählst eine Bausparkasse, schließt einen Vertrag ab und legst die Sparsumme fest. Das ist die Summe, auf die du hinsparen möchtest — typisch sind 50.000 bis 150.000 Euro, je nach Ziel.

02

Ansparphase

Jetzt zahlst du regelmäßig ein. Monatlich, jährlich — das bestimmst du. Die Bausparkasse schreibt dir kleine Zinsen gut. Parallel beantragst du Wohnungsbauprämie und (falls zutreffend) Arbeitnehmersparzulage. Das ist der aktive Teil, der deine Rendite maximiert.

03

Zuteilung

Nach etwa 7–10 Jahren ist dein Vertrag zugeteilt. Das heißt: Du hast genug gespart und die Bausparkasse gewährt dir ein Darlehen. Die Zinsen sind schon festgelegt — egal wie der Markt sich entwickelt hat.

04

Darlehensphase

Du bekommst dein Geld und tilgst das Darlehen über vereinbarte Jahre. Die Raten sind planbar und fest. Dein Traum vom Eigenheim rückt näher — mit Sicherheit und ohne Überraschungen bei den Zinsen.

Die Zahlen hinter Bausparverträgen

Wie viel Unterstützung der Staat wirklich leistet und wie lange es dauert.

1.200
Maximale Wohnungsbauprämie pro Jahr für Alleinstehende (600 für Verheiratete zusätzlich)
20%
Arbeitnehmersparzuschuss auf maximal 40 Euro monatliche Sparleistung
7–10
Durchschnittliche Dauer der Ansparphase bis zur Zuteilung des Darlehens
50.000–150.000
Typische Bausparsummen für Wohneigentum in Deutschland

Was Sparer wirklich sagen

“Anfangs dachte ich, 10 Jahre Sparplan ist viel zu lange. Aber die Wohnungsbauprämie hat mir jedes Jahr 1.200 Euro gebracht — das war Geld, das ich sonst nie gehabt hätte. Und jetzt hab ich mein Haus ohne Kreditschock.”

— Sandra, 38

“Das Beste war die Zinssicherheit. Ich hab meinen Darlehenszins damals festgemacht, und jetzt zehn Jahre später zahle ich deutlich weniger Zinsen als Freunde, die sich später refinanzieren mussten. Das war ein echter Vorteil.”

— Marcus, 42

“Ich hab die Arbeitnehmersparzulage von meinem Arbeitgeber erst genutzt, als jemand mich drauf hingewiesen hat. Mein Fehler — hätte ich früher gewusst, würde ich noch ein paar Hundert Euro mehr haben. Also: Informiert euch richtig.”

— Claudia, 35

Häufig gestellte Fragen

Die wichtigsten Punkte kurz erklärt.

Wie viel sollte ich monatlich in meinen Bausparvertrag einzahlen?
Das hängt von deiner Bausparsumme und deinem Zeithorizont ab. Typisch sind 5–20 Prozent der Bausparsumme pro Jahr. Wenn deine Summe 100.000 Euro ist, wären das 5.000–20.000 Euro im Jahr, also etwa 400–1.700 Euro monatlich. Die Bausparkasse berät dich da genau.
Bekomme ich die Wohnungsbauprämie automatisch?
Nein. Du musst sie aktiv beim Finanzamt beantragen. Ohne Antrag bekommst du sie nicht. Wichtig: Du kannst Anträge für mehrere Jahre rückwirkend stellen. Also nicht zu lange warten!
Was passiert, wenn ich mein Geld vor der Zuteilung abhebe?
Das geht — aber du verlierst damit alle staatlichen Förderungen (Prämie und Sparzulage). Die sind dann weg. Deshalb solltest du einen Bausparvertrag nur abschließen, wenn du das Geld mindestens 7 Jahre liegen lässt.
Kann ich meinen Bausparvertrag wechseln?
Ja, das ist möglich. Aber es kostet Zeit und kann Nachteile mit sich bringen. Manchmal lohnt es sich, manchmal nicht. Wir erklären dir in unserem Guide genau, wann ein Wechsel Sinn macht.
Welche Bausparkasse ist die beste?
Das gibt’s nicht pauschal. Es kommt auf deine Situation an — dein Einkommen, deine Sparziele, wie lange du sparen möchtest. Öffentlich-rechtliche Kassen sind oft günstiger, private Kassen manchmal flexibler. Vergleichen ist Pflicht.
Kann ich auch ohne Bausparvertrag ein Haus kaufen?
Natürlich. Aber ein Bausparvertrag bietet dir Zinssicherheit und staatliche Förderung — beides sind echte Vorteile. Besonders wenn du in 7–10 Jahren ein Haus kaufen möchtest, lohnt sich die Planung mit einem Bausparvertrag meistens.

Sie haben Fragen zum Bausparvertrag?

Wir helfen Ihnen gerne weiter. Ob es um die Ansparphase, die Wohnungsbauprämie oder den Wechsel der Bausparkasse geht — schreiben Sie uns Ihre Frage.

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